Die Region um Coutances ist die Wiege der Nachkommen von Tancrède de Hauteville, eines Rittergeschlechts, das im 11. Jahrhundert das Königreich Sizilien gründete. Dies ist nur eines der vielen Kapitel der Geschichte, die hier in der Region um Coutances geschrieben wurden.

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Die Gegend hat eine bewegte Geschichte, die sich in zahlreichen Sehenswürdigkeiten widerspiegelt: von der gotischen Kathedrale von Coutances, einer der schönsten Frankreichs, über die Kalköfen von Regnéville-sur-Mer und zahlreiche Gutshöfe, das Schloss von Gratot und die Burg von Pirou, die Abteien von Blanchelande, Hambye und Lessay bis hin zu Kirchen, Kapellen, Gärten und Parks... und natürlich die ganz normalen Gebäude! Die Region Coutances mit ihrem Bocage-Land und ihrem Küstencharakter ist ein perfektes Reiseziel für ihren Urlaub, denn hier finden Sie wunderschöne Badeorte wie Agon-Coutainville und Hauteville-sur-Mer, die beide mit dem Label „Famille Plus“ ausgezeichnet sind, und wunderschöne, endlos lange Sandstrände.

 

 

Und auch in kultureller Hinsicht ist die Region um Coutances eine Reise wert. Aktuelle Musik, Jazz, Blues - alle Musikrichtungen finden hier Gehör. Zum Beispiel beim weltberühmten Festival "Jazz sous les pommiers" in Coutances, sowie bei den Festivals Quai des Blues in Regnéville-sur-Mer und Chauffer dans la Noirceur in Montmartin! Ebenfalls nicht verpassen sollte man bedeutende Veranstaltungen wie die "Foire de la Sainte Croix" in Lessay.
 

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Vorschläge für Wanderungen, Besichtigungen und Besonderes  

"La Maillard" - Fischfang auf besondere Art

In ganz Europa gibt es nur noch zwei Stellen, an denen auf eine ganz besondere Art Fischfang betrieben wird, und beide liegen im Departement La Manche: „La Petite“ an der Pointe d’Agon und "La Maillard" in Hauteville-sur-Mer. Die Fanggeräte aus Holz, die etwas mehr als einen Kilometer von der Küste entfernt liegen, kommen bei Ebbe zum Vorschein. Auf dem Sand stellen sie eine Fischfalle dar. Die Füße werden ungefähr alle 60 cm in den Boden gerammt. Sie sind 50 cm bis 1,50 m hoch und sind horizontal mit Zweigen durchwoben, so dass sich eine V-förmige Konstruktion ergibt, deren Spitze zum offenen Meer hin ausgerichtet ist. Wenn die Flut abläuft, sitzen die Fische, die zwischen diesen Begrenzungen sind, in der Falle.


 

 


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Der Hafen von Regnéville-sur-Mer

Dieser beschauliche Anlegehafen, der ganz in der Nähe der Überreste seines Schlosses aus dem 12. Jahrhundert liegt, war früher ein wichtiger Fischerei- und Handelshafen der Normandie. Dies wird auch im Seefahrtsmuseum der Stadt, das sich neben den Kalköfen von Le Rey befindet, illustriert. Auch sie zeugen von einer blühenden, wenngleich sehr kurzen Epoche in der Geschichte Regnévilles: Über den Zeitraum von 30 Jahren wurde hier Kalkstein in Kalk umgewandelt, der dann im Baugewerbe und in der Landwirtschaft zur Bodenverbesserung Verwendung fand.

 


Die Côte des Havres

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Kutschfahrt über die Strände

In Gouville-sur-Mer können Sie in einer Kutsche, die von normannischen Ponys gezogen wird, eine Fahrt über das trockengefallene Watt bis zu den Muschelzäunen und den Austernbänken machen. Dort wird dann eine Pause eingelegt, um die Austern bei einem Glas Weißwein zu probieren!
 

Die Burg von Pirou und die Legende der Gänse

Die im 12. Jahrhundert erbaute Burg von Pirou beherbergt eine Bäckerei, eine Kelterei, eine Kapelle... Ebenso kann man den Salle des Plaids, das alte Wohnhaus, den Wehrgang mit seinem wunderschönen Schieferdach bewundern. An diesem einschüchternden Ort mit seinen Wassergräben, hohen Wehrmauern und befestigten Toren soll sich einen seltsame Begebenheit zugetragen haben: die Legende der Gänse von Pirou. Es heißt, dass sich die Bewohner der Burg in Gänse verwandelt haben, um skandinavischen Angreifern zu entfliehen. In der Normandie und ganz besonders im Departement La Manche findet man eine Vielzahl solcher Legenden!
 

Die Abteikirche von Lessay

Die Abteikirche Sainte-Trinité wurde im 11. Jahrhundert auf einem Sumpfgelände am Südufer des Flusses Ay am Ende des Naturhafens gegründet. Barbey d’Aurevilly besuchte sie 1864 nach dem Erscheinen (1852) seines Romans "Die Gebannte" ("L’Ensorcelée"), in dem er die unermesslich weite und wilde Heidelandschaft erwähnt, die die Abtei umgab. Nach ihrer vollständigen Zerstörung im Jahre 1944 konnte sie dank der in Paris verwahrten Archivplänen originalgetreu wieder aufgebaut werden.

 

An der Westküste des Departements La Manche liegen acht Naturhäfen.

Der Naturhafen der Vanlée

Im Südwesten des Departements La Manche zwischen Agon-Coutainville und Granville. Er wird durch die Mündung der Vanlée gebildet.
Das Besondere an diesem Naturhafen ist eine riesige, nach Norden ausgerichtete Sandzunge, deren Spitze auch "das Ende der Welt" genannt wird.
Ein Meeresarm legt sich um Saint-Martin-de-Bréhal, das somit auf einer Halbinsel liegt, und der Naturhafen umfasst Salinen und Salzwiesen, auf denen bei Ebbe Schafherden weiden. Bei Springfluten hingegen liegt die Straße unter Wasser.
 

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Der Naturhafen von Blainville

Auf der Höhe von Blainville-sur-Mer, hinter einem Dünengürtel, wird ein versandeter Naturhafen heute zum Teil für die Landwirtschaft, aber auch für die Austernzucht und touristische Aktivitäten genutzt.

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Der Naturhafen von Regnéville

In Regnéville-sur-Mer ergießt sich die Sienne in den Ärmelkanal und ihr Mündungsgebiet, dort wo Süßwasser und Salzwasser aufeinander treffen, erstreckt sich zwischen den Landzungen von Agon und Montmartin-sur-Mer über fast 900 Hektar. Hellbäuchige Ringelgänse, Austernfischer und Seeregenpfeifer nutzen dieses riesige Gebiet als Winterquartier und zur Aufzucht ihrer Jungen.
 

Der Naturhafen von Geffosses

Das Schutzgebiet des Naturhafens von Geffosses
erstreckt sich über 185 Hektar und die Gemeinden Geffosses und Anneville-sur-Mer. Dieses Gebiet wird von Zugvögeln für einen Zwischenstopp oder auch als Winterquartier genutzt und auch zur Aufzucht ihrer Jungen.

 

Der Naturhafen von Surville

Die Dünen, die sich bis weit ins Landeinnere erstrecken, wurden wenig von der Urbanisierung und vom Gemüseanbau beeinträchtigt. Diese Gegend ist durch ein dichtes Netz von Auffangbecken gekennzeichnet, die beste Voraussetzungen für Amphibien bieten. Am Rand eines dieser Becken wurde Sumpf-Glanzkraut gefunden, eine besonders seltene Orchideenart, von der man bisher annahm, dass sie in der Basse-Normandie ausgestorben sei.

Ferien NormandieDer Naturhafen von Saint-Germain-Sur-Ay

Dies ist mit 600 Hektar der größte Naturhafen der Westküste des Cotentin. Im Norden und Westen wird er durch die Pointe du Banc in St. Germain sur Ay begrenzt, im Süden durch die Dünen von Créances.

In diesem Gebiet, in dem sich Dünen mit Salzwiesen abwechseln, findet man Seeregenpfeifer, zahlreiche Amphibienarten und die berühmten Salzwiesenschafe.

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Der Naturhafen von Portbail

Er befindet sich in der Gemeinde Portbail und liegt an der Mündung der Olonde.
Die Sandzunge wird durch die Dünen von Sainte-Marie und die südliche Zunge durch die Lindbergh-Dünen gebildet.
 

Der Naturhafen von Carteret

Er wird durch das Cap de Carteret geschützt, auf der 1837 ein Leuchtturm errichtet wurde. Hier wurde auch der Hafen von Carteret angelegt.

Agon-Coutainville liegt zwischen Coutances und Granville und ist mit seiner langen Uferpromenade und der Architektur, die typisch für Seebäder vom Anfang des 19. Jahrhunderts ist, einer der schönsten Badeorte der Küste.

Ein Badeort

Der Ort, der mit den Labels "Pavillon Bleu d’Europe", "Station Verte" und "Famille Plus" ausgezeichnet ist, ist die perfekte Umgebung für Aufenthalte und Spaziergänge mit der Familie oder mit Freunden. Er ist eines der beliebtesten Familien-Badeorte in der Normandie.

Zahlreiche Restaurants und kleine Bars, in denen man wunderschöne Abende verbringen kann, sind hier zu finden.

Abenteuerlustige können im Wassersportverein von Coutainville Strandsegeln, Surfen, Segeln im Katamaran und vieles andere mehr ausprobieren. Und Reitbegeisterte finden ihre Wünsche im Reitsportzentrum erfüllt.

 

Ferien Normandie - M. Mochon

 

 

Wunderbares Landschaftsschutzgebiet

Ferien NormandiePointe d’Agon

Dies ist eine wilde, lebendige Gegend, die sich im Rhythmus der Gezeiten und der jeweiligen Lichtverhältnisse unablässig verändert. Diese Sandfläche, die sich südlich Agon-Coutainvilles erstreckt und seit 1989 ein Landschaftsschutzgebiet ist, liegt dort, wo sich die Sienne (die aus dem Zentrum des Departements La Manche kommt) ins Meer ergießt. Die Pointe d’Agon ist Teil eines der schönsten Häfen überhaupt: des Naturhafens von Regnéville.

 

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Der Leuchtturm der Pointe d’Agon

Der Leuchtturm der Pointe d’Agon, der über lange Zeit hinweg den Handelsschiffen, die den Hafen von Regnéville-sur-Mer anliefen, den Weg wies, und das Denkmal des Dichters Fernand Lechanteur, die beide an der Pointe d’Agon liegen, sind ebenfalls einen Besuch wert.

Coutances war früher die Hauptstadt und ebenfalls ein Bischofssitz. Die Kathedrale von Coutances ist ein Meisterwerk der normannischen Gotik. Neben ihr zeugen eine Reihe von Bauwerken von der großen Bedeutung, die die Religion für die lokale Identität hatte. Hier sollte man unbedingt einen Spaziergang machen. Geschäfte, ein öffentlicher Park, die Kathedrale und eindrucksvolle Stadthäuser warten darauf, entdeckt zu werden.

Der öffentliche Garten und das Museum Quesnel Morinière

Als Jean-Jacques Quesnel de la Morinière der Stadt Coutances sein von einem wunderschönen Garten umgebenes Stadthaus vermachte, stellte er die Bedingung, dass die gesamte Anlage der öffentlichen Nutzung zugeführt würde und die Gartenanlagen als Stadtpark zu nutzen seien, in dem Arzneipflanzen kultiviert würden.

Im für die Öffentlichkeit zugänglichen Garten finden sich im italienischen Stil gestaltete Terrassen und im englischen Stil gehaltene Baumgruppen sowie Wasserspiele und ein Labyrinth. Zur Erinnerung an den Stifter Quesnel de la Morinière wurde ein Granitobelisk errichtet. Die Arbeiten auf drei Ebenen wurden 1855 abgeschlossen und der Garten wurde ein Vorläufer und Vorbild für die Gärten des 19. Jahrhunderts.

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Er entstand zur gleichen Zeit wie die ersten Landschaftsgärten in Paris. Zudem ist er der älteste öffentliche Garten in der Normandie. Der Park von Coutances wurde 1992 unter Denkmalschutz gestellt. Das Stadtpalais beherbergt die Kollektionen des Gemeindemuseums Quesnel Morinière.

 

Normandie FerienDie Kathedrale von Coutances

Als herrlicher Ausdruck der normannischen Gotik wurde die Kathedrale von Coutances Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet, wobei große Teile der romanischen Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert wiederverwendet wurden. Diese Überreste des Vorgängerbaus sind noch unter dem gotischen Bau zu sehen und können in einer Führung besichtigt werden, die durch die oberen Galerien des Längsschiffs und des Chors sowie den Laternenturm führt, ganz nahe an die gotischen Fenster und auch ins Innere der romanischen Türme.

 

 

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Jazz sous les pommiers

Man kann nicht von Coutances sprechen, ohne das berühmte Jazzfestival zu erwähnen! Seit über 30 Jahren pulsiert in Coutances alljährlich in der Christi-Himmelfahrts-Woche das Leben im Rhythmus des Jazz. Inzwischen ist es ein Festival mit internationalem Renommee, zu dem berühmter Jazzer, jedoch auch zahlreiche Blues-, Elektro- und Weltmusiker kommen. Jazz sous les Pommiers – ein Festival, bei dem außerdem viele eintrittsfreie Darbietungen im Freien stattfinden und es auch eine Bühne für Amateur-Musiker gibt.